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Modellgeschichte

1874 gründete Wilhelm KARMANN in Osnabrück eine Karosseriefabrik. Kurz danach, als im Jahr 1885 Karl Benz das erste vom Verbrennungsmotor angetriebene Fahrzeug erfand , passte er sein Unternehmen an den damaligen Markt an. Im Jahre 1902 begann Karmann-Fabrik die Karosserieherstellung. Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Osnabrücker Fabrik in Schutt und Asche. Erst 1949 startete die Herstellung für …Volkswagen, für den Karmann ein paar Käferprototypen in der Cabrioversion entwarf . Diese erfreute sich derzeitig einer enormen Nachfrage. Nachdem 1951 der Designer gestorben hatte, wurde die Unternehmensführung von seinem Sohn – Wilhelm Karmann übernommen.


Obwohl Dr Wilhelm Karmann bereits mit Volkswagen – zur damaligen Zeit, einem Potentat im Gebiet Automobil zusammenarbeitete, schlug er einen herbstlichen Abend seinen Bekannten von einer thüringischen Firma GHIA eine Mitarbeit beim Entwerfen eines Sportwagenmodels vor. Die Grundvoraussetzung, wenn es um die Konstruktion geht, war hier die maximale Senkung der Herstellungskosten. Dies wollte man durch Einsatz der schon von VW geprüften Käfer- Bauelemente erreichen. Die Entstehung des ersten Prototyps datiert man auf dem Jahr 1953.


Ein Resultat der Zusammenarbeit zwischen der Firma GHIA und Karmann-Fabrik wurde erst am 27. September 1955 Heinz Nodhoff – dem damaligen Volkswagenschef offiziell präsentiert. Speziell zu diesem Anlass wurde der Modellname KARMANN- GHIA ausgedacht, der bis heute gilt. Beim Verkauf von ersten Wagen gelang es den Konstrukteuren die Voraussetzungen bezüglich der Verkaufspreise (keinesfalls mühelos) zu erfüllen. Die Preise hielten sich für die ersten Modells 143 auf dem gleichen Niveau. Entsprechend in Deutschland war es 7200 DM und in der USA betrug der Preis 2280 Dollars.


Die ersten Modelle charakterisierten sich durch kleine zweiteilige Rücklichter and kleinen Lufteinlas im Vorderteil. Diese Konstruktionselemente wurden 1960 nochmals vergrößert, und seit dieser Zeit bis zum Prioduktionsende nahmen dieselbe Gestalt an. Im Jahre 1957 fand die Erstdarstellung vom Cabrio Modell 142 statt. Bei diesem Anlass wurde eine Reihe von Änderungen an dem Modell vorgenommen. In erster Linie fiel die Brennstoffanzeige auf, die zwischen dem Geschwindigkeitsmesser und der Uhr eingebaut wurde.


Premiere eines neuen Modells - 144 wurde für das Jahr 1960 geplant. Die Modifizierung von Außengestalt basierte darauf, dass man auf geschwungenen und abgerundeten Formen hauptsächlich verzichtete. Die vorderen Lichter genauso wie Aufhängung wurden geändert. Die bedeutenden Bauneuigkeiten kamen aber erst im Jahre 1961 an. Der seit September 1954 erzeugte Motor - 1200 cm2 und 30 PS (22kW), der schon vorher im Käfer eingerichtet wurde, ersetzte man durch die Version mit den Parametern- 34 PS (25kW). Die Kühlanlage, der Vergaser (Solex 28 PCI gegen 28 PICT mit der elektrischen Ansaugvorrichtung getauscht) wurden auch einigen Modifikationen unterzogen.


Im neuen Motor wurde eine einteilige Gangschaltung einmontiert. Der Benzintank mit der mechanischen Brennstoffanzeige wurde auch neu eingerichtet. Man vergaß auch nicht das Emblemdesign aufzufrischen. Im Jahre1964 der kreisförmige im Boden fixierte Knebelgriff (zur Heizregulierung), wurde durch zwei getrennte Strebe ersetzt.


Zwischen den Jahren 1965-1966 kamen die weiteren wesentlichen Konstruktionsänderungen an, wie: Platzierung und Bau des Luftfilters; der Tankinhalt wurde auf 1300cm3 und 40PS (29kW) gesteigert. Der größte Vergaser wurde auch bedacht - Fallstromvergaser, Solex 30 PICT-1 mit Startautomatik, dank dem es die Möglichkeit gab, das Niveau des ausgespritzten Brennstoffes zu kontrolieren.


Der Motor mit der Kapazität 1500cm3 und Leistung 44PS (32kM) wurde zu einem Verkaufsschlager des Jahres 1967. Man kann hier auch eine vierschraubige Felgenbefestigung mit vorderen Scheibenbremsen finden. Als eine Alternativlösung boten die Produzenten: das halbautomatische Dreiganggetriebe und den auf dem rechten, vorderen Kotflügel platzierte Tankverschluss an.


1971 wurde der Motor um verdoppeltes Sammelrohr bereichert und ließ dadurch Leistung von 50 PS erreichen. Im Jahre 1972 wurden wohl die letzten wesentlichen Änderungen an dem Modell vorgenommen- massigere Kotflügel und Rücklicher wieder vergrößert.


Bis zum Jahr 1974, in dem der letzte Karmann Ghia vom Band gelaufen ist, verkaufte VW-Fabrik 486 798 Exemplare, 363 401 Coupes, 80 899 Cabriolets, 42 498 Coupes: Typ 144. Ich bin der glückliche und stolze Besitzer eins von denen!